Seniorentrialer
beim
MSC Köngen-Wendlingen e.V.



Zur Sache


Der nächste Lauf steht an, auf dem Moto-Cross-Gelände vom MSC Rudersberg. Herrlich gelegen auf der Höhe des Welzheimer Waldes. Wenn man genau hinsieht, kann man noch erahnen, wie die weltbesten Seitenwagengespanne mit ihren tollkühnen Athleten um den schönen Kurs in Rudersberg jagen. So hat dieser Platz eine besondere Ausstrahlung.

Doch heute am Samstag sind die Trialer zugange, und so stellen wir uns dem federleichten Rausch der sportlichen Herausforderung. Hauen wir in die Tasten oder Rasten.

7 Sektionen 3 Runden sollten gut zu schaffen sein bis zur Mittagspause. Gut ausgetüftelte Sektionen haben Thomas und Florian in das Gelände installiert, was auf so einem Moto-Cross-Gelände nicht immer einfach ist. So waren die 3 Sektionen im vorderen Bereich mit Luft zum warm werden, doch das änderte sich im hinteren Teil des Geländes, wo es sehr eng in den einzelnen Sektionen wurde, eine sehr gute Mischung vom Schwierigkeitsgrad. Das Horn von Peter Eißele halte über den Platz, es war Zeit für die Fahrerbesprechung, bevor sich die Fahrer auf dem Platz verteilten. Sektion 6, Götz Wilhelm, faszinierend mit welchem Geschick er das Ding hier um die Ecken bringt, körperbetont, feinfühlig in der Gashand und immer konzentriert, so liegt der Samen des Glückes im Augenblick, wenn es mal wieder super geklappt hat. Was in der schweren Spur nicht immer einfach ist. Mental sehr aufgeräumt an diesem Vormittag Hansel Siegel; mit seiner nicht mehr ganz so taufrischen Montesa überzeugte er durch gut Raumaufteilung, fein dosierte Kupplungshand und körperlicher Eleganz in den Sektionen. Eine wahre Erfolgsgeschichte lieferten Thomas Moser, rote Spur, und Gerald Kiefer, schwarze Spur, an diesem Tage ab. Sehr schön zu beobachten, wie sie sich Zentimeter genau durch die Sektionen arbeiteten, wie Mensch und Maschine zu einer Materie verschmelzen, Gewichtsverlagerung, Gasstöße, Entlasten, Belasten, all dieses passte ganz genau. So war beiden der Sieg im Vormittags- und Nachmittagslauf nicht zu nehmen, definitiv eine famose Steigerung und eine tolle Leistung. Etwas Pech hatte Peter Eißele mit seiner Montesa aus den Siebzigern, als er in Sektion 2 den Ausgangspfosten nicht nur umlegte, sondern mit dem Vorderrad regelrecht in der Mitte spaltete, da sag noch jemand, so ein alter Bock hätte keine Power mehr.

Immer wieder gern genommen, die Punktrichter in Rudersberg, die kommen bekanntlich ja aus dem groben Geschäft (Motocross), doch die Jungs und Mädels sind immer lustig drauf und voller Neugier für die Trialgeschichte, so ist es uns eine Ehre, durch die Sektionen fahren zu dürfen.

Ein herrliches Wetter zur Mittagspause, Sonne pur bei angenehmen Temperaturen dazu Currywurst oder Hamburger, Herz was möchtest du mehr!

Bei 6 Sektionen am Nachmittag gab es viele Gründe, Neues zu entdecken. So kann eine Sektion schon mal haarsträubend, nervenkitzelnd, rasant und herausfordernd sein. Aber auch diese Aufgabe erledigte Lorenz Kimle mit uriger Eleganz und war so im Nachmittagslauf nicht zu stoppen.

Schön ist, das so eine Veranstaltung auch von Menschen lebt, die eben nicht nur die Leistung, sondern auch ein Stück Lebensgefühl für diesen Sport hegen.

Die Sektion 1 ein Beispiel von Ideenreichtum im Sektionsbau, man nehme einen alten VW- Transporter oder zwei einige Mülltonnen und eine Glocke, mische diese Zutaten und man erhält eine spannende, witzige Sektion mit viel Fahrspaß. Nun steht genau an Sektion 1 Klaus Mödinger. Mit stoischer Ruhe fährt er auf die Pritsche des VW- Transporters um dann links über eine Palette abzukippen, obwohl seine GasGas Kupplungsprobleme aufweist, gehen die Beiden cool durch die Sektion. Breites Grinsen unterm Helm zeigt Zufriedenheit. So gab es zum Abschluss noch eine Ehrung der Fahrer von Claudia und Peter. Bei Kaffee und Kuchen ließen einige Fahrer diesen besonderen Tag ausklingen. So bleibt noch, fürchtet Euch nicht, wir sind nächste Woche wieder in den Sektionen und freuen uns auf Ölbronn.

Gert Weyhmüller