Seniorentrialer
beim
MSC Köngen-Wendlingen e.V.



Der bewegte Mann


Ölbronn ein wohl bekannter Name, ein Mekka im süddeutschen Raum in Sachen Trialsport.

Wer kennt nicht Edgar Kindsvogel und seine Mannschaft, die es immer wieder schafft, beeindruckende Veranstaltungen aufs Parkett zu legen.

So war am Vortage der D-Cup Endlauf, wo sich Liebhaber klassischer Trialmaschinen aus ganz Deutschland zu einem Wettkampf trafen.

Für uns Seniorentrialer passen die Spuren vom D- Cup immer wunderbar, es liegt noch etwas Benzin und Öl in der Luft von diesen faszinierenden Maschinen aus vergangen Tagen.

Die Stimmung und Euphorie der Fahrer bestens, als sich die Mannschaft auf den Weg zu den Sektionen macht nach der Fahrerbesprechung, so kommt Bewegung in die muntere Trialschar. Den Luftdruck noch etwas den Bodenverhältnissen angepasst, es sollte etwas rutschig werden in manchen Abschnitten, ja es ist schon Ende Oktober. Schon sind wir in der ersten Sektion am kurbeln, alles noch etwas steif im Bewegungsablauf, das müssen wir noch etwas geschmeidiger hinbekommen, wenn wir erstmal auf Temperatur sind. Die Fortbewegung im Gelände kann bei richtiger Anwendung sogar zur Entschleunigung des alltäglichen Wahnsinnes beitragen, denn in der Sektion gibt es nur dich und deine Maschine, alles andere wird komplett ausgeblendet. Dein Kopf wird frei und alles fühlt sich wieder entspannt an, Wellness pur würde man heute sagen.

Bei 10 Sektionen war für jeden etwas dabei. Sichtlich Spaß hatten Jutta Stegmaier, Dagmar Würthele und Sabine Schmid, was sich wiederspiegelte mit beeindruckenden Ergebnissen in der „leichten“ Spur. Auch Thomas Münzenmaier und Lothar Stäbler, die nun fast ihre erste Saison abgespult haben, sind beide immer noch begeistert von den entspannten Veranstaltungen. Nichtsdestotrotz arbeiten sie mit großem Eifer an Gleichgewichtsinn, Koordination und Reaktionsvermögen, welches ständiges Training braucht, um auf Zack zu sein, bei einer so komplexen Sache wie dem Trialsport.

Nach einem gehaltvollen Mittagsessen galt es nochmals 6 Sektionen und 3 Runden zu bewältigen. Da steht sie nun, noch jungfräulich, von atemberaubender Schönheit, mit einem Hauch von erotischem Rot. Montesa Cota 300 RR, Performance, die ihres gleichen suchen. So ist es sogar möglich das Ding zu reseten, sollte mal was schief gehen. Mit hoher Agilität und Eleganz gleitet Jörg Spielvogel an diesem Sonntag durch die Sektionen, wie man am Ergebnis sehen konnte. Beide passen perfekt zusammen. Neben dem Trial sind es aber auch die menschlichen Komponenten im Fahrerlager und drum herum. Da wird schon mal mit Werkzeug und technischen Tipps ausgeholfen. Da wird auch schon mal die Teilekiste des Nachbarn geplündert und jeder hilft jedem. Es hat sich aber auch parallel dazu ein neues Gebiet eröffnet, wo es dann um so wichtige Dinge geht wie Knieprobleme, Rücken, Sehnen oder Muskelprobleme, aber auch hier wird dann tatkräftig mit Salben, Wärmepflaster und guten Ratschlägen ausgeholfen, um dann wieder munter in die Rasten zu steigen und in den Sektionen alles zu geben. So wird es nie langweilig und wenn es der eigene Rücken ist, den es neu zu entdecken gilt. Das wirklich schöne ist aber der Zusammenhalt allgemein im Trialsport, so entstehen neue Freundschaften quer durch die Republik. Aber auch ein schönes herbstliches Trial, von oben trocken, von unten etwas rutschig, geht mal im schönem Ölbronn zu Ende und so wäre noch anzumerken, eine schöne Sektion ist halt immer was Schönes. Wir sehen uns in Köngen.

Gert Weyhmüller