Seniorentrialer
beim
MSC Köngen-Wendlingen e.V.



Was von einer Saison übrig bleibt


Das prickelnde Gefühl vor jedem Start, geplatzte Träume, Glücksmomente des Erfolges und die immer wiederkehrende Herausforderung in den Sektionen, all dies wird bleiben für jeden Einzelnen nach einer Saison.



Es ist Herbst, der letzte Lauf, 15.10. in Schorndorf. Manch einer denkt nun an Schmuddelwetter und an grau verhangenem Himmel. Ja, all dies wird es geben, doch heute in Schorndorf scheint die Sonne in voller Pracht vom makellosen, blauen Himmel. Das haben wir einem Mann zu verdanken: Paul Guggemos, voller Einsatz beim Sektionsbau, voller Einsatz bei der Wetter-Logistik und voller Einsatz auf seiner Montesa, ein Mann mit Visionen. Es ist angerichtet beim MSC Schorndorf, die Sektionen warten auf ihre Peiniger und diese sollten kommen. Volles Haus bei der Starterzahl.



Die Sektionen fordernd, gespickt mit engen Stellen, rutschigem Sandstein und kurz steile Auffahrten. Hier brauchst du die ganze Pracht eines Zweitaktfeuers, wenn du den Schieber öffnest; Präzision und ein hohes Maß an Konzentration waren an diesem Tage gefordert. Man musste schon seine Harmonie finden, die es einem erlaubte, die Füße auf den Rasten zu lassen. Wenn man dann so frech und frisch in die Sektionen eintaucht wie ein Michael Wagener, der am Tag zuvor noch beim D-Cup Endlauf am Start war, dann kann die Saison eigentlich noch nicht zu Ende sein. Auch eine Jutta Stegmaier überzeugte mit einer erstklassischen Fahrleistung in der mittleren Spur, cool, überlegt geht sie zur Sache. Ralf Eberle, nach langer Verletzungspause zum ersten Mal wieder in den Rasten, wild entschlossen, gleichzeitig kalkuliert und mit Köpfchen, höchste Präzision, die Chance am Schopf zu packen. Suse Zimmer und Dagmar Würthele bestechen durch einen flüssigen Fahrstil in den Sektionen, parieren Attacken souverän mit einem Leuchten in den Augen am E- Schild. Hier bist du ganz nah dran, entschleunigt, einen glasklaren Kopf, nur für die eine Sache, du musst kein Messer zwischen den Zähnen haben, du musst nicht gewinnen, du musst nur dabei sein.



Beste Laune zur Mittagspause, bei Schaschlik und Bratwurst, Kaffee und Kuchen, aber es sollte weitergehen zur Nachmittagsrunde. Denn es galt noch einiges an Punkte zu sammeln in den Sektionen. Klotzen wir ran. Mit dumpfem Gebrabbel erwachen die Motoren zum Leben.

Endspurt in den Sektionen, die Fahrer bringen die Motoren zum Dröhnen, so schenkten sich Michael Stegmaier und Lorenz Kiemle nichts in den Sektionen und überzeugten mit einer faszinierten Fahrleistung auch an diesem Nachmittag. Ihren Fahrern schmeichelnd, satt und sanft ballernd kommen die Maschinen dem Ende des Tages entgegen, so konnte man in dem ein oder anderen gereiften Männergesicht leuchtende Augen erkennen zum Abschluss. Wir haben tolle Momente gesammelt in der vergangen Saison und wollen uns bei allen Vereinen bedanken, die das uns erst ermöglicht haben.

Wir haben alle Träume, doch sie bedeuten nicht viel, wenn wir sie nicht verfolgen.



Gert Weyhmüller